Wieso Apple der Datenschutz noch wichtig ist- das wohl größte präsentierte Feature auf der WWDC 2018

Es wurde (fast) keine neue Hardware vorgestellt, keine Macs, kein iPhone, nicht einmal ein iPad, lediglich ein neues, regenbogenfarbenes Armband für die Apple Watch. Während die halbe Welt sich über die Verzögerung der Publikation eines neuen Mac Pros und neuer MacBooks echauffiert, trauert die andere Hälfte dem wohl endgültig für tot erklärten iPhone SE2 hinterher.

Wenige sprechen über die neuen vorgestellten Features in MacOS Mojave, wie den Dark Mode, Stacks (automatisches sortieren von Dateien auf dem Schreibtisch) und das verbesserte Vorschaufenster. Oder über einige wenige neue iOS Features, wie die lang überfällige Überarbeitung der Benachrichtigungen, die ab September nun auch (endlich) auf iPhones gruppiert sein werden. Doch über die signifikantesten Neuerungen, den Safaribrowser betreffend, wird kaum Wirbel gemacht. Dabei ist genau das ein großer Schritt in die richtige Richtung, mit dem Apple sich von Facebook, Google und Co. abgrenzt.

Die Neuerungen betreffen hauptsächlich die Sicherheitsfunktionen des Browsers. So werden nun zum Beispiel Tracking-Cookies von Facebook oder Google erkannt und blockiert. Dabei handelt es sich um Systeminformationen, wie zum Beispiel installierte Schriftarten oder Plug-Ins (Erweiterungen des Browsers wie z.B. Adblocker), anhand derer ein Computer und damit der Nutzer identifiziert werden kann. Diese werden gesendet, obwohl der Benutzer die kleinen Facebook oder Google-Schaltflächen gar nicht anklickt. Safari blockiert dies mit den neusten Updates und fragt den Nutzer, ob er der Übermittlung zustimmen möchte.

Zusätzlich werden überalterte Erweiterungen, wie Adobe Flash und Java, nicht mehr unterstützt, wodurch viele potenzielle Sicherheitslücken geschlossen werden.
Alle Trackingmöglichkeiten zur Vermeidung eines „Datenfingerabdruckes“ im Internet werden so nicht behoben, aber Apple zeigt damit Google und Facebook, dass Nutzerinformationen und Privatsphäre auch heute noch einen Wert haben und geschützt werden müssen. Der Befürchtung einiger Nutzer, dass Apple die Daten verkaufe oder nutze, entgegnete der CEO Tim Cook, dass Apple als Hardwareverkäufer nicht die Interessen von Marketing oder Suchmaschinenbetreibern teile und die Daten nicht benötige. Mit dem Schritt wolle Apple seinen Nutzern die Wahl geben, über die Verwendung der Daten zu entscheiden.

Clive Humby, ein britischer Mathematiker, sagte sinngemäß, dass Daten das neue Öl sind. Führt man jenes weiter, müsse Datenschutz der neue Umweltschutz sein. Möchte der Benutzer zusätzlich seine Daten schützen, kann er Plug-Ins wie uBlock Origin installieren oder aber sein Surfverhalten anpassen und sich der Gefahren im Internet bewusst werden. Da dies aber ein durchaus komplexes Thema ist und auch dieser Artikel nur an der Oberfläche kratzt, bieten wir einen Cyber Security Crash Kurs an, in dem ein professioneller Kursleiter die Besucher nicht nur über Risiken bezüglich Datenschutz im Internet aufklärt, sondern auch weitere potenzielle Gefährdungen beim unbewussten surfen anspricht. Weitere Informationen finden Sie im Menü unter dem Punkt Schulung.

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