Apple WWDC 2018

Vergangenen Montag hat Apple auf seiner alljährlichen Entwicklerkonferenz (WWDC) in  Cupertino zahlreiche neue Features und Verbesserungen für alle seine Betriebssysteme vorgestellt. Am meisten dürften sich Nutzer des mobilen Betriebssystems iOS für iPhone und iPad freuen.

iOS steht im Zentrum

Der Fokus der WWDC liegt traditionsgemäß auf iOS. Apples Software-Chef Craig Federighi rückte bereits zu Beginn der Präsentation großflächige Leistungsverbesserungen in den Vordergrund. Insbesondere ältere Geräte sollen eine spürbar bessere Performance im Alltag liefern. So verspricht Apple ein um bis zu 70 Prozent schnelleres Starten der Kamera, während die Tastatur rund 50 Prozent schneller starten soll. Zusätzlich war nach eigenen Aussagen ein Großteil des eigenen Entwicklerteams damit beschäftigt, Fehlerbehebungen in iOS durchzuführen. Apple reagiert damit auf anhaltende Kritik an der vorherigen Version des mobilen Betriebssystems.

Viel Neues für AR

Neben Leistungs- und Stabilitätsverbesserungen zeigte der US-Hersteller auch einige neue Features. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt unter anderem Multiuser-AR. Das bereits in iOS 11 eingeführte AR-Kit bekommt einige interessante neue Features und Verbesserungen bei der 3D-Objekterkennung. Beispielsweise ist es jetzt möglich, Gegenstände aus der Realität mit dem eigenen Smartphone digital zu vermessen.

Siri wird smarter und lernt dazu

Apple öffnet Siri und stellt eine Schnittstelle zur Verfügung, mit der sich bestimmte Aktionen in Siri einbauen lassen. Der Nutzer kann mit Hilfe eines “Drag & Drop”-Interfaces eigene App-Shortcuts anpassen und bekommt zusätzlich die Möglichkeit durch eigene Phrasen bestimmte Aktionen auszulösen. Letzteres demonstrierte Apple anhand eines verlorengegangenen Schlüssels, der sich per Sprachbefehl finden ließ.

Apple verbessert das digitale Wohlbefinden

Smartphones sind mittlerweile ein integraler Bestandteil des Alltags und viele Nutzer laufen Gefahr viel Zeit in Social-Media-Apps oder Spielen zu verbringen. Um dem entgegenzuwirken stellte Apple eine eigene Digital-Well-Being- Initiative vor. Es ist jetzt möglich wöchentliche Zusammenfassungen der eigenen Smartphone-Nutzung zu betrachten. Apple liefert dazu umfassende Statistiken über die Gesamtnutzungszeit, die Anzahl der Entsperrvorgänge und wie lange einzelne Apps pro Tag genutzt werden. Anhand dieser Daten ist es dem Nutzer möglich, selbstbestimmte Zeitlimits festzulegen.

Um das digitale Wohlbefinden der User noch weiter zu verbessern, hat Apple den ‘Nicht-Stören’-Modus aktualisiert. Dieser Modus wird sich zukünftig zu bestimmten Zeiten automatisch aktivieren lassen und so für weniger Ablenkungen sorgen.

Abschließend stellte Apple gruppierte Benachrichtigungen in Aussicht. Ähnlich wie bei Android werden sich so einzelne Benachrichtigungen nach Apps, Kategorien oder Themen ordnen lassen und so für mehr Übersichtlichkeit sorgen. Zwar lassen sich bereits jetzt einzelne Benachrichtigungen konfigurieren, um dieses Feature aber noch mehr Nutzern zu eröffnen, hat Apple die Einstellungen nun direkt in das Startmenü verfrachtet.

Viele weitere Kleinigkeiten

Neben den bereits vorgestellten Neuerungen hat Apple zahlreiche weitere Features entwickelt. Dazu gehören unter anderem Memojis oder neue Animojis, die nun auch über eine animierte Zunge verfügen. Zudem lassen sich jetzt in Facetime Videochats mit bis zu 32 Personen erzeugen. Interessierte Nutzer können sich bereits die erste Beta auf ihr iPhone installieren und die meisten der neuen Möglichkeiten live erleben.

Apple und die DSGVO

Apple reagiert auf die seit dem 25.Mai in Kraft getretene europäische Datenschutzgrundverordnung und ermöglicht dem Nutzer den kompletten Download der eigenen Nutzungsdaten. Wer sich auf der Website von Apple mit einer gültigen Apple-ID anmeldet und ein mehrstufiges Authentifizierungsverfahren durchläuft, bekommt Zugriff auf eine vollständige Kopie seiner Nutzungsdaten. Die nach Kategorien geordneten Daten umfassen Informationen über die iCloud, Browserverläufe, Kalenderdaten bis hin zu Details zu getätigten Einkäufen in Apples Online-Stores. Diese Möglichkeit steht allen Nutzern des Apple-Ökosystems offen.

iOS 12 kommt für zahlreiche Geräte

Apple hat sich dazu entschlossen das Update für alle Geräte auszurollen, die bereits mit iOS 11 laufen. Damit erreicht das Update auch ältere Geräte bis hinab zum iPhone 5s und dem ersten iPad Air. Insgesamt darf man sich also auf Einiges freuen, wenn das Update im Herbst erscheint.

 

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